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Es klingt ein bisschen ironisch, was Egon Erwin Kisch einst über die Klassikerstadt schrieb:
„Weil hier sich Dichterleben ereignete ... und das von Musikern, Malern, bildenden Künstlern, Architekten und Theaterleuten auch. Und weil hier immer noch Leben ist. Weil weiterwirkt, was Goethe und Schiller, Bach und Liszt, Gropius und Nietzsche auch, hier gedacht und erschaffen haben ... und woraus ein Erbe gewachsen ist, das fast zu groß scheint für die kleine Stadt im Thüringischen ... und das sie zu dem werden ließ, was sie heute ist: Kleinod deutscher Klassik und Symbolort europäischer Kultur- und Geistesgeschichte.“
Auch gegenwärtig setzt Weimar Zeichen: Im Kulturstadtjahr 1999 weihten das iranische Staatsoberhaupt und Bundespräsident Rau das Denkmal „Hafis-Goethe-Dialog der Kulturen“ ein. Der große Weimarer befasste sich mit dem Werk des großen Persers aus dem 11. Jahrhundert und erlag seiner Faszination im „West-Östlichen Diwan“.
Weimar will und kann heute mit seinen Spuren aus Vergangenheit und Gegenwart zur Zukunft beitragen. Eigentlich begann diese Geschichte 1775, als der junge Dichter Johann Wolfgang Goethe in die bescheidene sachsen-weimarische Reisdenz eintraf. Herzog Carl-August hatte Ihn eingeladen, wie zuvor schon Wieland, nach ihm Herder und später auch Schiller. Es war die Einberufung eines „literarischen Quartetts“, das – heute gesehen – fabelhafte „Einschaltquoten“ erreichte. Schon bald versammelten sich am „Musenhof“ der Herzogin Anna Amalia die hellsten Köpfe der Epoche. Als dieses „Goldene Zeitalter“ Weimars sich neigte, kamen andere, sorgte Franz Liszt für neuen Klang und Glanz, hielt mit Henry van de Velde, dem bunten Völkchen der Bauhäusler um Walter Gropius, um Feininger und Klee die Moderne Einzug. Schöngeister und Weltgeister wirkten am „Mythos Weimar“.
Doch nicht alle Ankünfte endeten glücklich, und nicht immer trennte man sich im Guten. Weimar hat auch eine Geschichte von Vertreibungen. In der Austreibung des Geistes hinauf auf den Ettersberg, den Berg der „Iphigenie“, spitzt sie sich tragisch zu.
Die Mahnstätte des nationalsozialistischen Konzentrationslagers Buchenwald hält, in Sichtweite zum Dichterhaus am Frauenplan, die Erinnerung daran wach. Ebenso die Tafel am Deutschen Nationaltheater, die darauf aufmerksam macht, dass hier nicht nur seit 200 Jahren „Komödie gegeben“ wird, sondern 1919 von der Nationalversammlung auch die erste deutsche Republik ausgerufen wurde.
Erst 1989, nach der Wende, scheint die Stadt sich wieder zu finden und lebt zehn Jahre später sichtlich auf. Die deutsche Klassikerstadt wird zur Kulturstadt Europas 1999 und von der UNESCO mit Einzelgebäuden und Architekturensembles des Klassischen Weimars und der Bauhaus-Ära auf die Liste des Weltkulturerbes gesetzt. Zum Alten fügt sich Neues. Ein Museum der Moderne ist aus dem rekonstruierten Landesmuseum entstanden, das Goethe-Nationalmuseum wurde erweitert, die Weimar-Halle wurde als Kultur- und Kongreßzentrum wieder aufgebaut. In einem ehrgeizigen Bauvorhaben der Stiftung Weimarer Klassik, der Sachverwalterin des klassischen Erbes, wird die Anna-Amalia Bibliothek mit „Grünem Schloß“ und Tiefenmagazin unter dem Platz der Demokratie zur modernen Forschungsbibliothek ausgebaut. Buchstäblich neben der Musikhochschule „Franz Liszt“ und in Nachbarschaft zur Bauhaus-Universität wächst ein weiterer Ort wissenschaftlichen Arbeitens, der auch der Öffentlichkeit zugängig gemacht wird.
Es führen viele Wege durch Weimar. Über idyllische Plätze, Gassen und Straßen erreicht man einige Sehenswürdigkeiten. Hinter jeder Ecke steht ein berühmtes Dichterhaus, und von den Podesten herab schauen die bronzenen Standbilder der Großen dem Vorübergehenden nach. – Und es führen viele Wege aus Weimar hinaus. In die Sommerresidenzen von Belvedere und Tiefurt und die Klassikerstraße entlang, Goethes „Wanderweg“ durch Thüringen, von Dornburg bis Ilmenau und Eisenach. Überall wohin man kommt, war Er schon da.
In einer Stadt, die so viele Erinnerungen in und um sich vereint, vergeht kein Jahr, das nicht zum Gedenken anregen würde: 2002 – 400 jähriges Bestehen der Hofkapelle; 2003 – Das Herderjahr zum 200. Todestag Herders; 2004 – Pawlowna Jahr, Zum Gedenken an Maria Pawlowna; 2005 – Schillerjahr, Zum 200. Todestag Schillers.
Das alljährlich im Sommer veranstaltete Kunstfest und viele weitere Festivals suchen programmatisch die Balance zwischen Gestern und Heute. Der historische Zwiebelmarkt am zweiten Oktoberwochenende gibt sich rustikaleren Vergnügungen hin. Viele Reisegruppen, Schulklassen, Jung und Alt genießen das historische Flair einer Klassikerstadt, in der es viel zu entdecken und zu erleben gibt.
Das Weimarhaus - Ein Geschichtserlebnis der besonderen Art. Ein Ensemble von Wachsfiguren, aufwendigen Kulissen und Theaterbauten, Special Effects und Videoprojektionen führt die Besucher durch 5 Jahrtausende Weimarer Geschichte. Nach einem Besuch in diesem „ansprechendem“ Museum, das nicht als solches anmutet, können Sie auf Entdeckungstour während einer Stadtführung gehen. Oder Sie besuchen eines der vielen weiteren Museen, genießen kulturelle Highlights und lassen sich entführen in eine Stadt, die noch immer den altertümlichen Geist atmet. Weimar bietet nach einer intensiven Tagesgestaltung noch genug Raum für den Abend. Ob anspruchsvolle Konzerte, Theater oder Freiluftveranstaltungen im Schlosshof oder im Park an der Ilm, Weimar ist einfach ein Genuss für die Sinne. Wem nach Schaurigen zumute ist, der kann auch eine Stadtführung durch die Weimarer Nacht im Fackelschein unternehmen und dabei recht gruslige Balladen und Geschichten hören...
In jedem Fall können die Tage nicht lang genug sein in dieser kleinen Metropole mit dem großen Angebot an Bildungs- und Freizeitmöglichkeiten. Kompetente Ansprechpartner und eine individuelle Beratung für Ihre Unternehmungen finden Sie hierfür in der Tourismus-Agentur Müller-Lang Incoming. Rundumservice und Betreuung vor Ort sind selbstverständlich für die hilfsbereiten Mitarbeiter der Agentur.
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Goethe-Schiller Denkmal auf dem Theaterplatz

Denkmal „Hafis-Goethe-Dialog der Kulturen“

Das Deutsche Nationaltheater - geschichtsträchtiges Gebäude
 Eingang zum ehemaligen Lager, huete Gedenkstätte Buchenwald
 Goethes Wohnhaus am Frauenplan

Schillers Wohnhaus in der "Schillerstrasse"

Stadtführung mit Fackeln

Erleben Sie einen Auftritt Goethes, ein Konzert oder Museumsbesuch
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