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- Herzogin Anna Amalia Bibliothek
- Goethehaus
- Haus der Frau von Stein
- Schloss Belvedere
- Römisches Haus
- Rathaus
- Nietzsche-Archiv
- Goethes Gartenhaus
- Deutsches Nationaltheater
- Jacobskirche
- Kasseturm
- Russisch-Orthodoxe-Kapelle
- Weimarer Schloss
- Schillers Wohnhaus
- Neues Museum
- Wittumspalais
- Park an der Ilm
- Tiefurter Park
- Liszthaus
- Van de Velde Bau
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Selbst bei Nacht die Beliebteste Sehenswürdigkeit
Weimars: Die Goethe-Schiller-Statue auf dem
Theaterplatz. |
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Die Bibliothek im „Grünen Schlösschen“, das 1562 bis 1565 zunächst als fürstliches Wohngebäude errichtet wurde, ließ Anna Amalia dem Geschmack des 18. Jahrhunderts gemäß umgestalten. Der Bibliothekssaal im Stil des Rokoko bildete das Prunkstück des Baus. Anna Amalia unterstützte in besonderem Maße das geistige Zentrum Weimars durch umfangreiche Bücher- und Notensammlungen. Besonders interessant ist die umfangreiche Sammlung zum Faust-Thema.
Beim Brand im September 2004 wurden 50.000 historische Werke vernichtet.
Die Bibliothek wird seitdem wieder aufgebaut und aufwendig saniert. Einige historische Werke
wurden jedoch unwiederruflich für alle Zeit zerstört.
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Die Anna-Amalia-Bibliothek

Ein riesiger Schaden entstand beim Brand der
Bibliothek 2005. |
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Das barocke Bürgerhaus wurde für Goethe bis zu seinem Tod 1832 zur Stätte seines Wirkens. Zeit seines Lebens sammelte er verschiedenste Kunstgegenstände, die sich nun im Goethe-Nationalmuseum befinden. 1886 wurde das Haus dem Publikum zugänglich gemacht und zeugt noch heute von den Taten eines großen Schriftstellers, Wissenschaftlers und Staatsmannes.
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Goethes Wohnhaus am Frauenplan. |
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Schon bald nach der Ankunft Goethes 1775 in Weimar lernte er Charlotte von Stein, Hofdame der Herzogin Anna Amalia, kennen. Beide verband eine innige Beziehung. Durch Goethes Heirat mit Christiane Vulpius kam es zum Bruch, den sie jedoch im Alter beilegten. Frau von Stein ist auf dem Historischen Friedhof beigesetzt.
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Haus der Frau von Stein |
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Schloß Belvedere liegt etwa 3 km südlich der Stadt Weimar. Das Schloß steht auf einem Höhenrücken, von dem sich eine schöne Aussicht auf die Stadt bietet. Im Inneren besticht besonders die Stuckdekoration. Im Erdgeschoß werden ostasiatische Keramiken gezeigt, Fayencen aus Thüringen und Süddeutschland, ferner Pläne der Schloß-, Garten- und Parkanlagen. Die Porzellansammlung im ersten Obergeschoß gibt einen Überblick über die Entwicklung des europäischen Porzellans in der ersten Hälfte des 18.Jhds.
Schloß Belvedere ist umgeben von einem Landschaftspark im englischen Stil. Zum Park gehört eine Orangerie, welche sich zu einer der reichhaltigsten Pflanzensammlungen Europas entwickelte. Im Sommer kann der Besucher neben Palmen, Zedern und Agaven im Freien auch Orangen-, Feigen-, Granatapfel- und Johannesbrotbäumen, kanarische Drachen- und südostasiatische Gummibäume sehen.
Herzogin Maria Pawlowna fügte dem noch einen "Russischen Garten" hinzu. Dieser Garten sowie der sich daran anschließende Irrgarten bieten Beispiele des strengen französischen Stils. Im Heckentheater, typisch für die rokokohafte Parkarchitektur, werden Kammerspiele und Konzerte aufgeführt.
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Das Schloss Belvedere.

Das Schloss-eigene Pfauenpärchen. |
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Das Römische Haus wurde nach einem Entwurf von Johann Arens 1792-1797 und maßgeblicher Beteiligung Goethes am Ilmufer erbaut. Herzog Carl August nutzte das im frühklassischen Stil errichtete Gebäude als Gartenhaus. Die Entwürfe für die Raumgestalltung stammen von dem Dresdner Christian Friedrich Schuricht. Charakteristisch ist die Anlehnung an den römischen Tempel, dessen Innenausstattung zweckdienlich und unter Verwendung altrömischer Motive gestaltet ist.
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Das Römische Haus im Ilmpark. |
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Das Rathaus, ein neogotischer Bau, entstand 1841 und zählt zu den jüngsten Gebäuden des Marktplatzes. Zuvor schmückte ein Renaissancebau den Marktplatz, der jedoch 1837 abbrannte. Von dem ehemaligen Gebäude sind lediglich das Stadtwappen und zwei steinerne Portale erhalten, die in das heutige Rathaus eingebaut wurden. 1987 erhielt der Rathausturm ein Glockenspiel aus Meißner Porzellan, das zuvor in der Orangerie erklang.
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Das Rathaus am Weimarer Marktplatz. |
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Gegründet von Elisabeth Förster-Nietzsche in Naumburg, verlegte man das Archiv 1896 nach Weimar. Als Bestands- und Editionszentrum wurde unter anderem die Gesamtausgabe „Nietzsches Werke“ herausgegeben. 1908 gründete sich die Stiftung, die bis 1956 bestand. Heute liegen die Bestände im Goethe- und Schiller-Archiv vor.
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Das Nietzsche Archiv in der Humboldstrasse. |
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Herzog Carl August schenkte Goethe das Gartenhaus im Park an der Ilm im April 1776, um ihn auf diese Weise an Weimar zu binden. Das Gartenhaus diente Goethe bis 1782 als Hauptwohnsitz, wo zahlreiche Entwürfe für Dramen und Gedichte entstanden. Das rekonstruierte Gartenhaus lässt den Besuchern die Naturverbundenheit und den einfachen Lebensstil Goethes in seinen ersten Weimarer Jahren miterleben.
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Goethes Gartenhaus ist schön im Weimarer Ilm-Park
gelegen. |
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Der seit 1791 am Hoftheater laufende Theaterbetrieb zeugte von einer Bespielung, die dem Publikumsgeschmack verpflichtete Werke präsentierte. Besondere Förderung erhielt das Singspiel. Im Laufe der Zeit legten Hofkapellmeister wie Johann Nepomuk Hummel und Franz Liszt das Schwergewicht auf das Musiktheater und Konzertleben. Der Neubau erfolgte im Jahre 1908. Die klassizistische Fassade mit dem bereits 1857 aufgestellten Goethe- und Schiller-Denkmal wurde so zum Wahrzeichen der Stadt. Das dem Hoftheater nachfolgende DNT wurde am 19.1.1919 aufgrund seiner Bedeutung für die deutsche Kultur- und Theatergeschichte zum Deutschen Nationaltheater erklärt.
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Das Nationaltheater am Theaterplatz. |
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Die ursprüngliche Jakobskirche entstand noch vor der Stadtgründung. Die Weihe des ersten Kirchbaus erfolgte 1168. Um 1712/13 ließ Herzog Wilhelm Ernst einen Neubau errichten. In der Sakristei fand am 19. 10. 1806 die Trauung Johann Wolfgang Goethes mit Christiane Vulpius statt.
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Figur neben dem Eingang der Jacobskirche. |
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Der runde Turm ist einer der wenigen erhaltenen Überreste der mittel-
alterlichen Stadtbefestigung. Der Name „Kasseturm“ ist darauf zurückzuführen, dass die Landschaftskasse (eine fürstliche Finanzbehörde) dort untergebracht wurde. Seit 1962 ist der Kasseturm Studentenklub.
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Der Kassetrum ist heute ein Studentenclub. |
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Die Grabkapelle mit der darunter liegenden Gruft für Maria Pawlowna, Tochter des russischen Zaren Paul I. und Gemahlin des Großherzogs Carl Friedrich, wurde 1860/62 von Carl Heinrich Ferdinand erbaut. Die im altrussischen Stil errichtete Kirche ist unmittelbar an die Fürstengruft angefügt. Ein Wanddurchbruch verbindet beide Grabgewölbe.
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Die Russisch-Orthodoxe-Kapelle. |
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Das Weimarer Schloß, auch "Residenzschloß" oder "Stadtschloß" genannt, liegt in der Innenstadt am Burgplatz. In seiner wechselnden Gestalt erhält das Schloß architekturgeschichtliche Bedeutung. Eine städtebauliche Aufwertung erfuhr das Schloß 1651 durch die über die Ilm führende „Sternbrücke“. Seit 1923 wird es vorwiegend museal genutzt. Das Schloß beherbergt die Kunstsammlung zu Weimar sowie die Forschungs- und Gedenkstätten der klassischen deutschen Literatur und ist der Sitz der "Klassik Stiftung Weimar."
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Das Weimarer Schloss vom Ilmpark aus betrachtet. |
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Friedrich Schiller lebte mit seiner Familie vom 29.4.1802 bis zu seinem Tod am 9.5. 1805 in dem Haus an der „Esplanande“. In der Mansarde befinden sich die Arbeits- und Wohnräume des Dichters. Womöglich entstanden hier seine letzten großen Dramen „Die Braut von Messina“ und „Wilhelm Tell“
sowie sein unvollendeter „Demetrius“.
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Schillers Wohnhaus auf der Schillerstrasse mitten im
Stadtzentrum. |
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Das erste Museum für zeitgenössische Kunst in den neuen Bundesländern befindet sich in dem 1863/69 erbauten Neorenaissancebau des ehemaligen Großherzoglichen Museums. Das Neue Museum präsentierte als Schwerpunkt die Sammlung Paul Maenz mit internationaler Kunst seit den sechziger Jahren. Wechselausstellungen zur internationalen Gegenwartskunst ergänzen bis heute die Ausstellung.
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Das neue Museum. |
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Johann Gottfried Schlegel erbaute das Palais 1767 im Auftrag des Ministers Jakob Friedrich Freiherr von Fritsch. Nach dem Schlossbrand 1774 und der bevorstehenden Regierungsübernahme durch Herzog Carl August benötigte die Herzogin-Mutter Anna Amalia einen Witwen- (Wittums-) Sitz. In das Palais wurden Teile des früheren Franziskanerklosters eingebaut. Das Wittumspalais war ein Ort geistiger, musikalischer und literarischer Begegnungen. Noch heute kann der Besucher diesen besonderen kulturellen Esprit erahnen.
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Das Wittumspalais am Theaterplatz gegenüber dem
Nationaltheater. |
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Resultierend aus der ästhetischen Vorstellung eines „sentimentalen“ englischen Landschaftsparks entstanden 1778 im Park an der Ilm die ersten „empfindsamen“ Anlagen. Die durchgreifenden Veränderungen wurden maßgeblich von Herzog Carl August und Johann Wolfgang von Goethe bestimmt. Im Laufe der Zeit wurde der Park durch viele architektonische Details sowie den Vorzug eines Ineinanderübergehens von Stadt, Schloß und Park verschönert. Als Ort der Naturpflege und Erholung wird der Park an der Ilm ein Refugium für jedermann.
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Der Park an der Ilm oder "Goethepark" wurde von
Goethe höchstselbst gestaltet. |
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Das im Tiefurter Park gelegene Schloß, ursprünglich das Gutspächterhaus eines fürstlichen Kammerguts, wurde 1775 für Prinz Constatins Hofhaltung bereit gestellt. 1781 verlegte Anna Amalia ihren Sommersitz von Ettersburg nach Tiefurt, wobei das Schloß und der Park in die ihr vorschwebende Wohn- und Lebenskultur einbezogen wurde. Architektonisch geprägt wurde der Park von einer „empfindsamen“ Gartenkunst.
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Schön zum längeren spazierengehen: der Tiefurter
Park. |
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Franz Liszt bewohnte die „Hofgärtnerei“ von 1869 bis 1886 alljährlich einige Monate. Nach seinem Tod bestimmte Großherzog Carl Alexander das Liszthaus zum Museum für Liszt. Die Handschriften des Liszt-Museums wurden 1954 in das Goethe- und Schiller-Archiv umgelagert, die Notendrucke und Bücher befinden sich heute in der Anna-Amalia-Bibliothek.
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Das Liszthaus neben der heutigen Bauhaus-Uni. |
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Henry van de Velde – Maler, Architekt und Erneuerer des Kunstgewerbes – entwarf das Gebäude im Jahre 1904. In zwei Bauphasen 1904/05 und 1911 wurde die ehemalige großherzoglich-sächsische Kunstschule errichtet. 1996 wurde der Van de Velde Bau in das Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen.
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Der "Van de Velde Bau" wird heute durch die
Bauhaus-Universität-Weimar benutzt. |
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